Vakuumguss

Der Vakuumguss ist ein Verfahren des Rapid Prototyping. Damit lassen sich nicht nur Muster oder Prototypen, sondern auch Artikel in Spritzgussqualität in Kleinserien herstellen.

So funktioniert der Vakuumguss

Grundlage für den Vakuumguss ist ein Artikelmuster oder ein 3D-Datensatz im Format IGES, STEP, STL oder ähnlich. Der Vakuumguss arbeitet mit Silikonformen. Zunächst muss ein Urmodell erstellt werden. Dazu wird meist die Stereolithographie benutzt, da diese eine besonders gute Oberfläche abbildet.
Dieses Urmodell wird dann mit Silikonkautschuk vergossen. Silikon besteht aus zwei Komponenten, die zunächst flüssig sind und mit einander reagieren.
Nach dem Aushärten wird die Silikonform in zwei oder mehrere Teile geteilt. Dazu nutzt man üblicherweise einen Wellenschnitt, der die Form später beim Zusammenfügen wieder gut passen lässt. Die Form wird mit Steigern und Anguss versehen. Unter Vakuum wird nun ein PU Gießharz in die Silikonkautschuk Form eingefüllt. Das Harz reagiert und entgast. Anschließend wird die Form in einem Ofen gelagert, um der Reaktion Wärme zuzuführen. Nach Abschluss der Reaktion und Aushärtung und Abkühlung können die Teile aus der Silikonkautschukform entnommen werden.

Was Sie noch über Vakuumguss wissen sollten

Siilikonkautschuk Formen sind meist leider nur für ca. 15-25 Abgüsse zu verwenden, da das Silikon durch mehrmalige Nutzung spröde wird. Bei größeren Mengen benötigt man eine neue oder mehrere Formen. Es sind viele 2K-Gießharze erhältlich, die den Serienkunststoffen des Spritzgusses ähnlich sind, wie z.B.

  • ABS
  • PA
  • PS
  • PP/PE
  • transparentes PC + PMMA (mit optischen Kennwerten)
  • elastomere Materialien
  • Spezialsorten